Dekan mit Herz, Volksnähe und Humor
Dank- und Verabschiedungsgottesdienst von Dekan Georg Johann Martin
Nach 9 Jahren verlässt Dekan Georg Johann Martin nach eigenem Wunsch das Dekanat Klausen-Kastelruth und wechselt nach Eppan, wo er ab September die Pfarreien St. Michael, Girlan und Frangart als Pfarrer übernehmen wird. Seit dem Jahre 2023 leitete er zudem die neu errichtete Seelsorgeeinheit Klausen-Sabiona mit 12 Pfarreien.
Wenngleich in einigen Pfarreien, in denen der scheidende Dekan als Pfarrer oder Seelsorger wirkte, eigene Verabschiedungsgottesdienste abgehalten wurden, erfolgte am vergangenen Sonntag die offizielle Verabschiedung in Klausen. Der Einladung folgten zahlreiche Gläubige aus den Pfarreien der Seelsorgeeinheit, so dass sie die Pfarrkirche bei weitem nicht fassen konnte.
Den doppelsprachigen Festgottesdienst in der Pfarrkirche zelebrierte der Dekan gemeinsam mit dem ehemaligen Dekan Gottfried Fuchs, Pfarrer von Barbian und Villanders Konrad Morandell, Missionar P. Toni Amort und P. Kosmas Thielmann, Pilgerseelsorger auf Kloster Säben.
Die musikalische Gestaltung oblag der Chorleiterin Renate Unterthiner aus Latzfons, die mit Sängerinnen und Sängern aus der Seelsorgeeinheit die „Messe brève n. 7 in C“ von Charles Gounod zur Aufführung brachte. An der Orgel spielte in bewährter Weise Prof. Otto Chizzali und als Kantor fungierte Josef Krismer. Auch der italienische Frauenchor Klausen unter der Leitung von Alberta Webber leistete mit einigen Liedern einen abwechslungsreichen Beitrag.
Nach dem Festgottesdienst führte die festliche Prozession zum Marktplatz über den Tinneplatz zurück zur Pfarrkirche, die von der Bürgerkapelle Klausen mit schönen Prozessionsmärschen mitgestaltet wurde.
Den feierlichen Abschluss bildete das gemeinsame Lied „Großer Gott, wir loben dich“. Pfarrgemeinderatspräsidentin aus Klausen Helga Unterfrauner ließ in ihren Dankesworten die 9 gemeinsamen Jahre Revue passieren und hob den menschlichen und volksnahen Charakter des scheidenden Dekans hervor. Auch die Vorsitzende der Seelsorgeeinheit Monika Nössing würdigte in ihrer Laudatio seine vielseitigen Verdienste als Pfarrer bzw. Seelsorger in den Pfarreien Klausen, Gufidaun, Kollmann, Waidbruck, Feldthurns und Latzfons. Als kleine Anerkennung überreichte ihm Toni Profanter ein kunstvolles Geschenk aus Zirbenholz mit dem Logo der Seelsorgeeinheit und eingraviertem Text: „Vergelt`s Gott für das segensreiche, seelsorgliche Wirken mit Herz, Humor, Glaubenskraft und Gemeinschaftssinn!“.
Die kameradschaftliche und offene Beziehung des Dekans zu allen Klausner Vereinen und Pfarrangehörigen hob Bürgermeister von Klausen Peter Gasser in seinen Dankesworten hervor und wünschte ihm in seinem neuen Aufgabenbereich Gottessegen und vor allem Gesundheit. Pfarrverwalter Heinrich Gasser übergab seiner Tochter Evi die ehrenvolle Aufgabe, die Laudatio zu halten, die ihr mit ihrem tiefgründigen Gedicht einmalig gelang.
Der Dekan bedankte sich abschließend für die herzlichen Glückwünsche und allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen hatten, aber nicht zuletzt für die große Unterstützung in den Pfarreien und in der Seelsorgeeinheit, die er über die ganzen Jahre hindurch erfahren durfte. „Ich bitte euch, meinen Nachfolger Martin Kammerer so freundlich aufzunehmen, wie ich es vor 9 Jahren erleben konnte“, bat der Dekan die Gläubigen und stimmte in seiner unverwechselbaren und persönlichen Art das Lied „Glory, Glory, Hallelujah“ an, wozu alle Gläubigen lautstark einstimmten und mit Standing Ovations applaudierten.
Im Anschluss gab es auf der Eisackpromenade bei einem Umtrunk genügend Gelegenheit mit dem scheidenden, volksnahen und beliebten Dekan auf ein Gläschen anzustoßen. Die Bürgerkapelle Klausen stimmte dazu mit flotten Märschen ein.